Harmonikaverein „Wälderbuebe“ Linach e.V.
© Harmonikaverein „Wälderbuebe“ Linach e.V.
Made with Xara

Geschichte

1911

Otto Heine (Michelshofbauer) und Leo Straub (Amandenhäusle) waren 1911 die treibenden Kräfte, als es darum ging, eine Theateraufführung auf die Beine zu stellen. So begannen im Jahr 1911, also vor über einhundert Jahren, erstmals die Probenarbei - ten für ein Linacher Theater. Gespielt wurde an Fasnacht in der ehemaligen Gast - stätte „Hirschen“ auf der Linacher Lettwies.

1931

Ab 1931 wechselte sowohl Spielstätte als auch Zeit - punkt der Aufführungen. Fortan wurde das Theater zur Weihnachtszeit im Gasthaus Adler aufgeführt. Hierfür wurde sogar extra eine Theaterbühne ange - fertigt, wofür Leopoldine Dold (Adlerwirtin)das Holz spendete.

1975

Zu Weihnachten 1975 fand die letzte Aufführung im Adler statt. Zur Wiederholung kam es nicht, da die Wirtin kurz nach der Veranstaltung starb und das Gasthaus für immer geschlossen wurde. Es brannte 1984 vollständig ab und wurde nicht mehr aufge - baut. Eine neue Heimat fand das Linacher Theaterspiel im Schönenbacher Löwen und im Furtwanger Pfarrsaal St. Cyriak. In der zehnjährigen Amtszeit des damaligen Bürger - meister Richard Krieg wurde ab 1982 auch im Gütenbacher „Meierhof“ von den Linachern Theater gespielt. Allerdings waren die Räumlichkeiten dort sehr beengt. So kann sich Alois Straub II noch gut erinnern, wie beim Stück „Geier Wally“ die Kulissen bis draußen auf der Straße aufbewahrt werden mussten. Auch in anderen Orten waren die Linacher aktiv. So gab es neben Gütenbach Aufführungen in Vöhrenbach, Hammereisenbach, Schonach, Titisee und Gutach.

2001

2001 stand zum 40-jährigen Bestehen des Harmoni - kavereins Linach das Freilichttheater „De Hyrots - handel“ von Heinrich Laschinger in Linach auf dem Programm. Gespielt wurde beim Haus Trenkle (Roh - rerhäusle). Dort wurde man hart mit den für ein Freilichttheater besonders wichtigen Wetterbedin - gungen konfrontiert. Wegen Regen wurde die 1. Aufführung unterbrochen und die 2. abgebrochen. Bei der zusätzlich kurzfristig gegebenen 3. Auffüh - rung kamen 1000 Zuschauer und dokumentierten mit viel Heiterkeit und Beifall bei endlich gutem Wetter den großen Erfolg des zweiten Linacher Freillichtabenteuers.

2006

Nach Einstellung der Sangestätigkeit schloss sich die Laienspielgruppe 2006 dem Harmonikaverein Linach an. Hier wurde das Theaterspiel auch offiziell in den Satzungszweck des Vereins mitaufgenom - men und die Theatergruppe ist seit diesem Zeit - punkt in der Vorstandschaft des Vereins vertreten. Aber in welcher Zusammensetzung und Vereins - zugehörigkeit das Linacher Laienschauspiel auch immer war, es ist seit seinem Bestehen ein Anliegen aller Linacher. So spielten über die Jahrzehnte fast von jeder Familie in Linach schon einmal jemand mit.

Regisseure

Als es in Linach noch eine Schule gab wurden die Regie - arbeiten in der Hauptsache vom örtlichen Lehrer übernommen. So wechselten die Regisseure in regelmä - ßigen Abständen. Die Namen sind leider nur in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg bekannt. Als die Zeit der Schule in Linach endete begann die lange Ära von Alois Straub II, besser bekannt als „de Moler“. Er hat sich in der Laien - spielgruppe Linach große Verdienste erworben.. Seit 1947 stand er auf der Bühne und war seit den 70er Jah - ren Regisseur der Gruppe. In dieser Funktion sorgte er gemeinsam mit einem weitgehend stabilen Ensemble, dass insbesondere von Akteuren wie Roswitha Straub geprägt wurde, für die Weiterentwicklung des Theater - spiels hin zum lustigen Mundarttheater mit Anspruch. Bei seinem Ausscheiden 2005 wurde er zum Ehrenregis - seur ernannt. Seine Nachfolge trat Florian Klausmann an, der die Laienschauspielgruppe bis heute leitet. Liste der Regisseure: Josef Stumpf 1947 – 1949 Erwin Biehler 1950 – 1952 Josef Hepting 1953 – 1954 August Risch 1955 Josef Hepting 1956 Maria Dorer geb. Straub 1957 – 1958 Alois Scherzinger 1959 – 1962 Norbert Platz 1963 – 1967 Anton Hettich 1968 – 1972 Alois Straub II 1973 - 2005 Florian Klausmann seit 2006

2008

2008 wurde das erste Stauseetheater unterhalb der Linachtalsperre nach dessen Sanierung aufgeführt. Bernhard Dorer schrieb den Vierakter „De Linacher Stausee“. Das aufwendige Stück hat 30 Sprechrollen und benötigt zahlreiche Statisten. Gemeinsam mit dem Auftritt des Gesangsvereins Linach, der für diese Veranstaltung wieder seine Sangestätigkeit unter der Leitung von Clemens Laule aufnahm, wirkten insgesamt 100 Personen an dem Stück mit. Zu sechs Aufführungen kamen rund 5000 Besucher, und damit so viel wie noch zu einem Linacher Thea - ter. Der große Erfolg und die tolle Kulisse veranlass - ten den Harmonikaverein Linach zum 100-jährigen Bestehen der Laienspielgruppe und dem 50-jähren Bestehen der Wälderbuebe das Stück 2011 noch - mals aufzuführen.

2009

Seit 2009 finden beide Aufführungen im Pfarssal St. Cyriak statt.

2016

Weitere Freilichttheater folgten 2016 mit dem Stück „Bure zum Verkaufe“ und 2022 mit dem Stück „Des hets früher ist gäi“. Dieses Stück schrieben Florian Klausmann und Armin Dorer selbst.

2019

Seit 2019 finden unsere Theaterabende nun in der Festhalle in Furtwangen statt.
Harmonikaverein „Wälderbuebe“ Linach e.V.
© Harmonikaverein „Wälderbuebe“ Linach e.V.
Made with Xara

Geschichte

1911

Otto Heine (Michelshofbauer) und Leo Straub (Amandenhäusle) waren 1911 die treibenden Kräfte, als es darum ging, eine Theateraufführung auf die Beine zu stellen. So begannen im Jahr 1911, also vor über einhundert Jahren, erstmals die Pro - benarbeiten für ein Linacher Theater. Gespielt wurde an Fasnacht in der ehemaligen Gaststätte „Hirschen“ auf der Linacher Lettwies.

1931

Ab 1931 wechselte sowohl Spielstätte als auch Zeit - punkt der Aufführungen. Fortan wurde das Theater zur Weihnachtszeit im Gasthaus Adler aufgeführt. Hierfür wurde sogar extra eine Theaterbühne angefertigt, wofür Leopoldine Dold (Adlerwirtin)das Holz spendete.

1975

Zu Weihnachten 1975 fand die letzte Aufführung im Adler statt. Zur Wiederholung kam es nicht, da die Wirtin kurz nach der Veranstaltung starb und das Gasthaus für immer geschlossen wurde. Es brannte 1984 vollständig ab und wurde nicht mehr aufgebaut. Eine neue Heimat fand das Linacher Theaterspiel im Schönenbacher Löwen und im Furtwanger Pfarrsaal St. Cyriak. In der zehnjährigen Amtszeit des damaligen Bür - germeister Richard Krieg wurde ab 1982 auch im Gütenbacher „Meierhof“ von den Linachern Thea - ter gespielt. Allerdings waren die Räumlichkeiten dort sehr beengt. So kann sich Alois Straub II noch gut erinnern, wie beim Stück „Geier Wally“ die Kulissen bis draußen auf der Straße aufbewahrt werden mussten. Auch in anderen Orten waren die Linacher aktiv. So gab es neben Gütenbach Auffüh - rungen in Vöhrenbach, Hammereisenbach, Scho - nach, Titisee und Gutach.

2001

2001 stand zum 40-jährigen Bestehen des Harmo - nikavereins Linach das Freilichttheater „De Hyrots - handel“ von Heinrich Laschinger in Linach auf dem Programm. Gespielt wurde beim Haus Trenkle (Rohrerhäusle). Dort wurde man hart mit den für ein Freilichttheater besonders wichtigen Wetterbe - dingungen konfrontiert. Wegen Regen wurde die 1. Aufführung unterbrochen und die 2. abgebrochen. Bei der zusätzlich kurzfristig gegebenen 3. Auffüh - rung kamen 1000 Zuschauer und dokumentierten mit viel Heiterkeit und Beifall bei endlich gutem Wetter den großen Erfolg des zweiten Linacher Freillichtabenteuers.

2006

Nach Einstellung der Sangestätigkeit schloss sich die Laienspielgruppe 2006 dem Harmonikaverein Linach an. Hier wurde das Theaterspiel auch offizi - ell in den Satzungszweck des Vereins mitaufge - nommen und die Theatergruppe ist seit diesem Zeitpunkt in der Vorstandschaft des Vereins vertre - ten. Aber in welcher Zusammensetzung und Vereinszugehörigkeit das Linacher Laienschauspiel auch immer war, es ist seit seinem Bestehen ein Anliegen aller Linacher. So spielten über die Jahr - zehnte fast von jeder Familie in Linach schon einmal jemand mit.

Regisseure

Als es in Linach noch eine Schule gab wurden die Regiearbeiten in der Hauptsache vom örtlichen Lehrer übernommen. So wechselten die Regis - seure in regelmäßigen Abständen. Die Namen sind leider nur in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg bekannt. Als die Zeit der Schule in Linach endete begann die lange Ära von Alois Straub II, besser bekannt als „de Moler“. Er hat sich in der Laien - spielgruppe Linach große Verdienste erworben.. Seit 1947 stand er auf der Bühne und war seit den 70er Jahren Regisseur der Gruppe. In dieser Funk - tion sorgte er gemeinsam mit einem weitgehend stabilen Ensemble, dass insbesondere von Akteu - ren wie Roswitha Straub geprägt wurde, für die Weiterentwicklung des Theaterspiels hin zum lus - tigen Mundarttheater mit Anspruch. Bei seinem Ausscheiden 2005 wurde er zum Ehrenregisseur ernannt. Seine Nachfolge trat Florian Klausmann an, der die Laienschauspielgruppe bis heute leitet. Liste der Regisseure: Josef Stumpf 1947 – 1949 Erwin Biehler 1950 – 1952 Josef Hepting 1953 – 1954 August Risch 1955 Josef Hepting 1956 Maria Dorer geb. Straub 1957 – 1958 Alois Scherzinger 1959 – 1962 Norbert Platz 1963 – 1967 Anton Hettich 1968 – 1972 Alois Straub II 1973 - 2005 Florian Klausmann seit 2006

Die Laienspielgruppe

2008

2008 wurde das erste Stauseetheater unterhalb der Linachtalsperre nach dessen Sanierung aufgeführt. Bernhard Dorer schrieb den Vierakter „De Linacher Stausee“. Das aufwendige Stück hat 30 Sprechrollen und benötigt zahlreiche Statisten. Gemeinsam mit dem Auftritt des Gesangsvereins Linach, der für diese Veranstaltung wieder seine Sangestätigkeit unter der Leitung von Clemens Laule aufnahm, wirkten insgesamt 100 Personen an dem Stück mit. Zu sechs Aufführungen kamen rund 5000 Besucher, und damit so viel wie noch zu einem Linacher Thea ter. Der große Erfolg und die tolle Kulisse veranlass ten den Harmonikaverein Linach zum 100-jährigen Bestehen der Laienspielgruppe und dem 50-jähren Bestehen der Wälderbuebe das Stück 2011 noch mals aufzuführen.

2009

Seit 2009 finden beide Aufführungen im Pfarssal St. Cyriak statt.

2016

Weitere Freilichttheater folgten 2016 mit dem Stück „Bure zum Verkaufe“ und 2022 mit dem Stück „Des hets früher ist gäi“. Dieses Stück schrieben Florian Klausmann und Armin Dorer selbst.

2019

Seit 2019 finden unsere Theaterabende nun in der Festhalle in Furtwangen statt.